Vor kurzem habe ich ein Webinar von Prof. Jörg Knoblauch gesehen, in dem ging es um den Einstellungsprozess und wie man damit gute Mitarbeiter findet. Prof. Knoblauch hat hierbei die Mitarbeiter in A, B und C eingeteilt. Dieser Ansatz hat mich einerseits etwas irritiert und andererseits zu diesem Blogartikel inspiriert.

A-Mitarbeiter sind die tollen, die das Unternehmen voranbringen, B sind die Mitarbeiter, die in der inneren Kündigung sind, und C sind für Jörg Knoblauch die destruktiven Mitarbeiter.

Der Engagement-Index vom Gallup-Institut zeigt seit vielen Jahren in etwa das gleiche Bild: Ca. 15 % der Mitarbeiter sind positiv motiviert, ungefähr genauso viele sind gewillt, dem Unternehmen zu schaden, und der Rest macht Dienst nach Vorschrift. Das ist ein katastrophales Bild, menschlich und wirtschaftlich, bedeutet es doch, dass 85 % aller Mitarbeiter nicht in ihrem Element sind. Und das hat nicht nur Auswirkung auf die Leistungsfähigkeit und den Unternehmenserfolg, sondern auch auf die Gesundheit, ganz zu schweigen von der Lebensfreude.

Wann ist ein Mitarbeiter ein Top-Mitarbeiter?

Das ist keine Eigenschaft an sich, die der eine Mensch hat und der andere nicht. Es ist die Frage des perfekten Fit. Was muss zusammenpassen: Verantwortungsbereich und die Entwicklungsmöglichkeiten müssen zu den Fähigkeiten, Neigungen und Wünschen des Mitarbeiters passen. Das reicht aber noch nicht. Für einen perfekten Fit müssen auch die Wertesysteme von Unternehmen und Mitarbeiter harmonieren.

Also nicht der Mensch, der Mitarbeiter ist ein A-, B oder C-Mitarbeiter, sondern der Fit ist A, B oder C.

Ein systematischer Einstellungsprozess, der auf all diese Themen achtet, ist sicher geeignet, um den geeigneten Fit zu finden, zum Wohle beider Seiten.

Was machen Sie, um Mitarbeiter zu halten?

In unregelmäßigen Abständen führe ich Gespräche mit interessanten Menschen, die einen Beitrag rund um das Thema wertschätzende Unternehmenskultur leisten können. Hast du Interesse, darüber informiert zu werden, sobald ein neues Interview oder spannender Beitrag zu diesem Themenbereich veröffentlicht wird?

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Wie hält man die richtigen Mitarbeiter?

Nun, wenn die Mitarbeiter an Bord sind, ist die Arbeit nicht zu Ende. Nach Gallup werden Mitarbeiter in vielen Unternehmen im Laufe der Zeit zu B und C-Mitarbeitern degradiert. Das mag keiner, weder der Mitarbeiter noch das Unternehmen. Aber wie hält man gute Mitarbeiter?

1. Vision und Strategie

Wenn Du ein Schiff bauen willst, dann trommle nicht Männer zusammen um Holz zu beschaffen, Aufgaben zu vergeben und die Arbeit einzuteilen, sondern lehre die Männer die Sehnsucht nach dem weiten, endlosen Meer.“ (Antoine de Saint-Exupery)

Finden Sie Ihr weites endloses Meer, eine Vision von einer Zukunft, die mitreißt, begeistert, erstrebenswert ist. Auf dieses Thema werde ich in Kürze näher eingehen.

2. Leitbild definieren

Was ist das Wertesystem eines Unternehmens? Viele Unternehmen haben ein Leitbild, das ein Wertesystem beschreibt, festgehalten in einer Broschüre. Aber ist das auch das Wertesystem des Unternehmens? Ich würde sagen, es kommt darauf an. Das Wertesystem des Unternehmens ist die Summe der Werte, die jeder einzelne Mitarbeiter lebt. Wenn einem Unternehmen das Leitbild wirklich wichtig ist und alle kontinuierlich an der Umsetzung arbeiten, dann kann die gelebte Kultur mit der Broschüre übereinstimmen.

Erwin Ballis hat dafür in seinem Unternehmen ein wunderbares Ritual installiert: Jede Woche wird ein Aspekt des Leitbildes unter die Lupe genommen. Dabei wird geprüft: Was bedeutet dieser Wert für unsere Arbeit? Was bedeutet er für die Zusammenarbeit, für unsere Produkte…
Mehr dazu, siehe „Ein Leitbild zum Leben erwecken

Sie wollen in Ihrem Unternehmen ein Leitbild entwickeln oder Ihr Leitbild überarbeiten, dann rufen Sie mich an. Gerade kunstbasierte Interaktionen sind perfekt geeignet, um Werte sichtbar zu machen.

3. 70 % im Flow arbeiten

Pero Micic hat für sein Team dieses Ziel definiert: Alle sollen zu 70 % im Flow arbeiten. Und das bedeutet wirklich achtsam zu sein mit dem, was einem wirklich wichtig ist und Freude bereitet. Das kann sich im Laufe des Lebens auch mal ändern, oder die Aufgaben ändern sich und plötzlich oder schleichend stimmt der Fit nicht mehr. Es ist wichtig, auch darauf immer wieder den Fokus zu legen.

Mehr dazu in meinem Interview mit Pero Micic über das “Arbeiten im Flow“.

4. Die Zusammenarbeit verbessern

Die vierte wichtige Säule ist die Zusammenarbeit. „Leistung im Unternehmenskontext ist jederzeit und ausschließlich eine Gemeinschaftsleistung.“ (Lars Vollmer)

Wo Menschen zusammentreffen, um eine Idee, ein Produkt, ein Unternehmen voranzubringen, gibt es immer auch unterschiedliche Meinungen, Konflikte, Reibungen. Jedes Unternehmen braucht unterschiedliche Menschen mit ganz individuellen Stärken. Das macht die Zusammenarbeit nicht immer einfach. Umso wichtiger ist es immer wieder an einer kontinuierlichen Verbesserung zu arbeiten.

Ich arbeite in solchen Situationen zum Beispiel mit dem „Bild Ihres Unternehmens“. An zwei bis drei Tagen malen Mitarbeiter gemeinsam mehrere großformatige Bilder und damit meine ich richtig groß: ca. 2,4 x 6 m. Hierbei können unterschiedliche Fragestellungen unter die Lupe genommen werden. Wie sehen wir unser Team, unsere Führungskräfte, unsere Kunden …

In jedem Fall ist es für die Teilnehmer eine neue Herausforderung. Im Sport sagt man: Übe nie im Wettkampf. Das Malen eines großen Bildes ist nicht der Wettkampf sondern die Übungsmatte. Auf der einen Seite macht es Freude, es entsteht eine unglaubliche Energie und schweißt zusammen und gleichzeitig können hier der Umgang mit völlig neuen Herausforderungen und  Konfliktbewältigung geübt werden. Die Erfahrungen, die Teilnehmer auf dieser Übungsmatte machen, haben immer eine starke Auswirkung auf das reale Leben.

Wer Interesse hat, die Zusammenarbeit signifikant zu verbessern, kann mich am einfachsten per E-Mail unter beratung(ät)angelikaneumann.de erreichen. Ich bin gerne für Sie da und schenke Ihnen 20 Minuten meiner Zeit für ein erstes Strategiegespräch, bei dem wir Ihre aktuelle Situation durchgehen und den besten nächsten Schritt für Ihr Unternehmen besprechen.

Was machen Sie, um Mitarbeiter zu halten?

Wenn auch Sie,

  • die Zusammenarbeit in Ihrem Unternehmen weiter verbessern,
  • eine vertrauensvolle Kultur schaffen,
  • Ideen-Ping-Pong mit Kollegen und Mitarbeitern spielen wollen,

dann sollten wir uns kennenlernen.

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